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Donnerstag, 14. Dezember 2017

Wölfisches in Zürich

Schaut, ein Wolf! Das Foto stammt aus Italien (Abruzzen).
(Bild: Medienmitteilung Uni Zürich/ Fabien Brugman)
Vor ungefähr 20 Jahren kam der Wolf zurück in die Schweiz, viele freuten sich, einige ärgerten sich, die einen wollen ihn hegen und pflegen, die anderen abschiessen. Im Zoologischen Museum der Uni Zürich läuft seit kurzem eine Ausstellung, die vom Naturhistorischen Museum Freiburg übernommen wurde: "Wolf - Wieder unter uns" enthält sich, so wenigstens sagt es die Medienmitteilung, der Wertungen und "gibt jedem die Möglichkeit, sich ein eigenes Bild zu machen". Ich werde sicher hingehen, schön, dass die Ausstellung sechs Monate offen ist, man hat keinen Ich-muss-subito-hin-Stress.

Mittwoch, 13. Dezember 2017

Der Pilgerberg ohne Pilgerei

Vor bald zwei Jahren traf ich mich mit einem deutschen, in Konstanz lebenden, geradezu unheimlich vielseitigen Wander- und Tourismus-Autor. Das war auf der Hohen Buche im Appenzellerland. Auf Facebook sind Patrick Brauns und ich schon viel länger befreundet, ab und zu kommentiert er Blogeinträge von mir, oft sind es Ergänzungen, manchmal auch freundliche Einwände oder kritische Nachfragen. Dass Patrick ein Schweizkenner ist, zeigt sich auch in vielen seiner Bücher. Eben ist im Midas Verlag ein neues erschienen: "Das kleine Buch der grossen Berge", Untertitel: "50 Berge, die Sie kennen müssen, um die Schweiz zu verstehen". Besonders gefällt mir an der Sammlung, dass sie nicht nur berühmte Berge wie das Matterhorn, die Rigi, den Säntis behandelt; etliche Kapitel widmen sich eher abseitigen, unbekannten oder auch verkannten Erhebungen. Und immer sind die Texte witzig und gewitzt. Warum bloss, fragt sich Patrick, heisst der Mont Pèlerin über den Rebbergen des Lavaux eigentlich so, also "Pilgerberg", da es doch keine Hinweise auf eine Wallfahrt und auch keine Kapelle gibt? Man liest den scharfsinnigen Schreiber mit Gewinn.

Dienstag, 12. Dezember 2017

Der Tag begann mit der 8

Gestern beim Escher-Wyss-Platz: Die Haltestelle des neuen Achters ist nicht zu übersehen.
Gestern morgen reiste ich auf einem Riesenumweg zur Arbeit. Dies, um mit dem neuen Achter-Tram zu fahren. Den Achter gibt es schon lange, er war unter Zürichs vielen Tramlinien aber zweitklassig. Seit dem Wochenende ist das anders: Der Achter hat nun eine neue Funktion als Problemlöser. Er verbindet nämlich die Gegend des Paradeplatzes und des Stauffachers effizient mit dem Bahnhof Hardbrücke, dem Escher-Wyss-Platz und Züri West. Anders gesagt: Wer von der alten City oder auch dem angrenzenden Kreis vier hinüber in den boomenden Kreis fünf will, hat nun ein komfortables Direkttram und muss nicht mehr via HB fahren. Der Achter überwindet den Schienenstrang der Bahn, indem er die Hardbrücke benützt. Die entsprechenden baulichen Anpassungen samt Rampenausbau kosteten 130 Millionen Franken. Die Verbesserung für so manchen Zürcher ÖV-Nutzer ist markant. Und es macht Spass, mit dem Tram über die Brücke zu flitzen; bis jetzt war jeweils am Hardplatz Endstation.

Montag, 11. Dezember 2017

Doorffä

"Kauz" Walpen ist Kriminalpolizist in Zürich. Freigestellt, beschliesst er, im Goms, wo er familiäre Wurzeln hat, seine Langlauftechnik zu verfeinern. Doch wie das halt so geht in derlei Geschichten, passiert gleich ein Mord, so dass das mit der verbrechensfreien Zeit eine Illusion bleibt. Kaspar Wolfensberger, Zürcher Psychiater, hat einen untadeligen Krimi geschrieben, clever gebaut, sprachlich souverän, doch. Zudem strotzt "Gommer Winter" (bilgerverlag, 477 Seiten) vor Lokalkolorit, man erfährt und lernt vieles über das Hochtal des jungen Rotten. Zum Beispiel das Verb "doorffä". Es bezeichnet das Geplauder im Dorf unter Einheimischen.

Sonntag, 10. Dezember 2017

Die neuen Schuhe waren lieb zu mir

Immer wieder eine Augenfreude: das Sälischlössli über Olten, gestern.
Einige Zeit zuvor unweit von Safenwil: Gleich kommt die Sonne.
Viechlifüttern im Wildpark Mühletäli. Hey Motzer: Das Futter ist gekauft und ok!
Meine neuen Schuhe taten null weh.
Gestern Samstag hatten wir es schön. Drei Stunden dauerte die Wanderung. Sie führte uns von Safenwil zum Sälischlössli und via das Mühletäli hinab nach Olten. Hier die bestimmenden Faktoren:
  • Wetter: Wunderbar wechselhaft. Am Vormittag hatten wir Sonne, am Nachmittag flockte es wie wild.
  • Sound: Zuerst Autolärm in Safenwil. Dann das I-Aa eines einsamen Esels am Hang des Engelbergs. Schliesslich im nassen Neuschnee das Knarzen der Schuhe während des Abstiegs ins Mühletäli.
  • Tierli: Der erwähnte Esel. Und die zutraulichen Geissen und Schafe und Rehe im Wildpark Mühletäli. Plus zwei streichelbare Sennenhunde, halb Berner, halb Appenzeller, im Wald.
  • Essen: Das Schnitzel auf dem Sälischlössli war ausgegangen. Ich nahm halt den Salat. Und dazu die Pommes. Man muss ja nicht immer opulent.
  • Aussicht: Toll die Ansichten schon im ersten Teil dank der höhenwegartigen Passage über Safenwil. Noch toller war der Tiefblick auf die vollmöblierte Ebene um Olten mit den Gott sei Dank unmöblierten Jurahügeln dahinter.
  • Sonstiges: Meine nigelnagelneuen Wanderschuhe (Lowa, per Paket von Zalando geliefert) machten null Probleme. Lieb von ihnen, wirklich lieb. - Im Wald trafen wir einen Mann, der für seine Mitpontoniere auf dem 35-Kilometer-Chlausenmarsch die Mittagssuppe bereitete. Leider offerierte er kein Bier von seinen Sixpacks. Pontonier müsste man sein. - Die Sälischlössli-Wirtin erzählte von Kroatien. Und von ihrer 750-Kubik-BMW. - Ah ja, Walterswil noch: Neben der Kirche steht die alte "Sonne." In ihr ist heute mittlerweile ein Sexclub eingerichtet. 
Die Schweiz halt. Und jetzt wünsche ich allen einen schönen Sonntag. Nächsten Samstag wird mein Grüpplein weihnachtsessen. Wo? Am Rhein. Der Rest ist noch Betriebsgeheimnis.

Samstag, 9. Dezember 2017

Ein neues Museum im Rheinwald

Nufenen.
(Bild: Adrian Michael/ Wikicommons)
Einer meiner letzten Artikel beim Tages-Anzeiger widmete sich diesen Sommer den Walsern, den Pioniersiedlern des Mittelalters im Alpenraum. In ihm erwähnte ich auch das Projekt eines Walser-Museums in Nufenen im Rheinwald. Kürzlich nun ist das "Walserama" feierlich eröffnet worden. Man stelle sich nicht zu viel vor: Dies ist der erste von zehn geplanten Ausstellungsräumen im Bünlastall, einer ehemaligen, 300-jährigen Suste, einem Säumer-Warenumschlagplatz also, und wer sich die ausgestellten Dinge anschauen will, muss einen Termin für eine Führung vereinbaren. Doch ein Anfang ist gemacht, die Kultur der Walser am oberen Hinterrhein vor dem Vergessen zu bewahren.

P.S. Zur gestrigen Schätzfrage sind folgende Daten eingegangen; jetzt gilt es zu warten, bis der Zählerstand 2'222'222 eintritt. Danke jedenfalls fürs Mitmachen!
  • AS: 26.01.2019
  • AT: 21.10.2018
  • ES: 20.07.2018
  • HB: 13.07.2018
  • MJ: 22.02.2022
  • SB: 21.06.2018
  • WA: 21.10.2018

Freitag, 8. Dezember 2017

Wird 2'222'222 zur Glückszahl?

Oh weh! Ich wollte einen Screenshot machen, wenn der Klick-Zähler dieses Blogs auf 1'777'777 springt, verpasste den Augenblick aber. Das war gestern. Die nächsten magischen Zahlenmomente sind: 1'888'888, 1'999'999, 2'000'000, 2'111'111 und natürlich 2'222'222. Machen wir doch einen Wettbewerb. Man schicke mir bis heute 18 Uhr ein Mail auf die Adresse, die in der rechten Spalte unter meinem Foto angegeben ist. Und zwar mit der Antwort auf diese Schätzfrage: An welchem Tag wird der Zähler 2'222'222 erreichen? Falls jemand das Datum trifft, gibt es ein Essen mit mir in einer guten Beiz. Falls!